Englische Bulldogge [2018] Rasse, Aussehen & Charakter


Die Englische Bulldogge ist bei den Briten
eine Art Nationalhund mit einer langen Tradition. Einst wurde sie als Kampfhund und Bullenbeißer
gezüchtet, wobei man großen Wert auf Mut und ein starkes Durchsetzungsvermögen legte. Geschichte und Herkunft der Englischen Bulldogge Im 6. Jahrhundert vor Christus kreuzten Kelten im
heutigen Großbritannien ihre doggenartigen Hunde mit den von Phöniziern mitgebrachten
Molosserhunden. Zunächst wurde die Rasse im 13. Jahrhundert als „Bonddog“ oder „Bolddog“
bezeichnet. To „bond“ bedeutet soviel wie fesseln,
„bold“ bedeutet übersetzt „mutig“. Den heutigen Namen „English Bulldog“ findet
man zum ersten Mal im 17. Jahrhundert. Damals wurde auf breite Kiefer sowie eine
zurückgenommene Nase Wert gelegt, damit sich der Hund im Kampf in die Nase des Bullen verbeißen
konnte und dennoch genügend Luft bekam. Im Laufe der Zeit hetzte man den Bulldog auf
weitere Tierarten. Auch der Kampf Hund gegen Hund wurde sein
Metier. Als die Hundekämpfe 1835 verboten wurden,
verschwand auch die Rasse der Englischen Bulldogge beinahe vollständig.
1875 übernahm der Bulldog Club Incorporated die Regie über die Zucht der Englischen Bulldoggen. Dabei wurde vermehrt Wert auf Friedfertigkeit
gelegt; der Kampfhund war out. Das ist prinzipiell bis heute so geblieben. Speziell in den letzten Jahren versucht man,
Qualzuchten entgegenzuwirken und man legt einen gesteigerten Wert auf die Gesundheit
des Hundes. Auf übertriebene Rassemerkmale wie extrem
große Köpfe, kurze Nasen, enorm faltige Gesichter und zu kurze Läufe wird heute bei
der Zucht verzichtet. Erscheinungsbild der Englischen Bulldogge Als Widerristhöhe werden etwa 40 cm angegeben,
obwohl keine Größenvorgabe vorliegt. Das Gewicht liegt bei 23 bis 25 kg. Die Englische Bulldogge erzielt ein Lebensalter
von 10 bis 14 Jahren. Das Fell dieser Rassehunde ist dicht, kurz,
glatt und fein. Was die Farbe anbelangt, so ist die Englische
Bulldogge einfarbig rot oder weiß, gescheckt oder gestromt und mit oder ohne Maske vorzufinden. Schwarz ist unerwünscht. Die Nase muss zudem pigmentiert sein. Der Kopf des schweren, massigen Hundes ist
im Verhältnis zu seinem Körper überproportional groß. Er zeichnet sich durch eine kurze Schnauze,
hoch über den Augen angesetzte kleine, dünne Ohren und einen recht grimmigen Blick aus. Charakteristisch sind die breite Brust und
das recht schmale Hinterteil mit der tief angesetzten Rute, die am Ende nach unten gebogen
ist. Einige Hunde dieser Rasse besitzen Korkenzieherruten,
welche gesundheitliche Probleme verursachen können. Wesen und Charakter der Englischen Bulldogge Im Laufe vieler Jahrzehnte hat sich der English
Bulldog von der früheren Kampfmaschine zum gutmütigen Familienhund entwickelt. Als Überrest der einstigen Zucht hat er seinen
Mut und eine relative Schmerzunempfindlichkeit behalten. Dieser Hund muss extrem konsequent erzogen
werden, wobei ein absoluter Gehorsam nicht erwartet werden kann. Obwohl sein Wesen eher phlegmatisch ist, kann
er bei Missfallen oder besonderen Reizen auch sehr massiv reagieren, wobei er eine große
Beharrlichkeit an den Tag legt. Bei richtiger Sozialisation ist die Englische
Bulldogge aber ein eher ruhiger und vor allem treuer Hund, der auch in der Familie mit – am
besten größeren – Kindern leben kann. Auslauf und Pflege der Englischen Bulldogge Leider gibt es auch heute noch viele überzüchtete
Exemplare, was eine große Anfälligkeit für Krankheiten und ein hohes Potential an Überempfindlichkeiten
zur Folge hat. Englische Bulldoggen sind sehr hitzeempfindlich
und können zu Hüftdysplasie, Herzproblemen, Allergien und Epilepsie neigen. Wegen der kurzen Nase, und den damit verbundenen
Atmungsproblemen, ist Hundesport für diese Rasse nicht geeignet. Bei manchen Qualzuchten kann es passieren,
dass eine natürliche Geburt nicht mehr möglich ist, und die Welpen per Kaiserschnitt geboren
werden müssen. Daher sollte beim Erwerb eines Hundes unbedingt
ein seriöser Züchter ausgewählt werden, der sich an die heutigen Rassestandards hält. Der Bully genießt eine gelegentliche Fellpflege
mit einem speziellen Hundehandschuh. Auch dankt er seinem Besitzer eine tägliche
Reinigung seiner Augen und Nasenfalten, um Entzündungen vorzubeugen.

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